ERPNext im Einzelhandel: Kasse, Lager und Etiketten aus einem System

Im Einzelhandel hängt alles an der Ware im Regal: ob der Preis am Etikett stimmt, ob der Bestand im System dem Regal entspricht und ob der Einkauf rechtzeitig nachbestellt. Viele Läden arbeiten daf

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Im Einzelhandel hängt alles an der Ware im Regal: ob der Preis am Etikett stimmt, ob der Bestand im System dem Regal entspricht und ob der Einkauf rechtzeitig nachbestellt. Viele Läden arbeiten dafür mit drei Programmen, einer Kasse, einer Warenwirtschaft und einer Tabelle. Dieser Beitrag zeigt, wie ERPNext diese Aufgaben in einem System zusammenführt, welche Stolpersteine es im Laden gibt und was Sie vor dem Start entscheiden sollten. Die Beobachtungen stammen aus Supermärkten und einem Getränkehandel, die wir mit ERPNext betreiben.

Was ERPNext im Laden abdeckt

  • Artikelstamm mit mehreren Barcodes je Artikel, Mengeneinheiten und Waagenartikeln.
  • Preise und Etiketten: Preislisten zentral gepflegt, Regaletiketten direkt aus dem Wareneingang gedruckt.
  • Kasse im Browser, auch bei Internetausfall, mit Schichtabschluss und Kassenübergabe.
  • Bestände in Echtzeit: Jeder Bon bucht vom Lager ab, jeder Wareneingang bucht zu.
  • Inventur per Smartphone mit direkter Buchung der Differenzen.
  • Einkauf mit Bestellvorschlägen aus dem Abverkauf.
  • Buchhaltung, die fertige Buchungen statt Kassenzettel bekommt.

Fünf Stolpersteine aus dem Betrieb

Waagenetiketten brauchen das richtige Präfix. Etiketten von der Waage tragen Gewicht oder Preis im Barcode. Die Kasse erkennt sie nur, wenn das in ERPNext hinterlegte Präfix zu dem der Waage passt. Stimmt es nicht, lässt sich der Artikel nicht scannen, und es erscheint keine Fehlermeldung. Wir testen das mit echten Etiketten, bevor die erste Kasse live geht.

Negativbestand ist eine Grundsatzentscheidung. Wenn der Bestand im System nicht zum Regal passt, gibt es zwei Wege. Entweder lehnt das System die Buchung ab, dann bleibt der Verkauf im Hintergrund hängen und muss nachgearbeitet werden. Oder es bucht ins Minus, dann wachsen falsche Bestände unbemerkt, bis die Bestandswerte nichts mehr aussagen. Wir legen das vor dem Start gemeinsam fest und prüfen die Bestände danach regelmäßig.

Etiketten gehören an den Wareneingang. Wenn sich ein Einkaufspreis ändert, muss das Regal den neuen Verkaufspreis zeigen, bevor die Ware verkauft wird. Deshalb drucken wir die Etiketten direkt aus dem Wareneingang, statt sie gesondert zu pflegen. Wie das im Supermarkt läuft

Offline gespeicherte Bons hängen am Gerät. Die Kasse speichert Bons bei Internetausfall im Browser und überträgt sie später. Diese Bons liegen nur auf diesem Gerät und nur unter der Adresse, unter der die Kasse geöffnet wurde. Wer den Browser zurücksetzt oder die Adresse des Systems ändert, bevor alles übertragen ist, muss die Bons aufwendig wiederherstellen. Vor jeder solchen Änderung prüfen wir, dass keine Kasse mehr offene Bons hat.

Die Inventur wird zur Routine. Mit dem Smartphone zählt ein Mitarbeiter Regal für Regal, und das System bucht die Differenz sofort. In einem Supermarkt, den wir betreuen, ist das Zählen per Handy im laufenden Einsatz. Inventur mit dem Handy

Kasse in Deutschland

In Deutschland braucht jede elektronische Kasse eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung, kurz TSE. ERPNext bringt sie nicht mit, sie muss angebunden werden. Was dazugehört, von den Pflichtangaben auf dem Beleg bis zur Meldung beim Finanzamt, steht in unserem Beitrag ERPNext als Kassensystem in Deutschland.

Was kostet ERPNext im Einzelhandel?

ERPNext ist Open Source, es fallen keine Lizenzgebühren pro Kasse oder Nutzer an. Kosten entstehen für die Einführung und den Betrieb:

  • Einführung ab 5.000 € für einen Laden mit Standardmodulen. Mit mehreren Filialen, eigenen Preisregeln und Schnittstellen liegen Projekte meist zwischen 10.000 und 20.000 €.
  • Betrieb in unserer Cloud ab 99 € pro Monat, mit Hosting in der EU, täglicher Sicherung und Updates.
  • Hardware wie Scanner, Bondrucker und Waage kaufen Sie frei am Markt. Für Kassen in Deutschland kommt die Lizenz des TSE-Anbieters je Kasse hinzu.

Die Kosten für einen Supermarkt im Detail stehen im Beitrag Kassensystem mit Warenwirtschaft für Supermärkte, alle Preise auf der Seite Preise.

Für Sie

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AR
Alimerdan Rahimov

Betreibt acht ERPNext-Systeme im laufenden Betrieb, darunter einen Supermarkt mit 1.300 Bons am Tag, einen Großhändler mit 90.000 Rechnungen im Monat und einen Fitnessclub mit 1.270 Mitgliedern. Richtet ERPNext ein, entwickelt die Werkzeuge dazu und ist selbst der Ansprechpartner.

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